Landesberufsschule Pinkafeld

<November 2018...>
MoDiMiDoFrSaSo
   1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930  
       

English information

i0007w.gif Here you can gather information about our school in English.
[more...]

Infos für neue Schüler

M E R K B L A T T
Information für Bewegung und Sport
Information für Erziehungsberechtigte (nur 1. Klassen)
Informationen zum Internat
Fahrplan für Internatsschüler
Fahrplan der Linie G1

Jugendfriedenspreis

9. Mai 2018, Rathaus Wien

Eine Kooperation von Jugend am Werk & LBS Pinkafeld

„Jugend dreht an den Rädern des Friedens“

Wenn die Wiener Philharmoniker spielen, eine ORF Moderatorin spricht und ein namhafter Physiker über den Frieden im Festsaal des Wiener Rathauses philosophiert, dann muss es sich wohl um eine bemerkenswerte Veranstaltung handeln: Jugendfriedenspreis 2018.
Vor großem Publikum präsentierten unsere vier Lehrlinge: Lisa Andrejek und Bernd Schmaldinst aus der Schlosserabteilung von Jugend am Werk Rotenturm sowie Jennifer Rahn und Markus Kutschera von der Tischlereiabteilung der LBS Pinkafeld unser gemeinsam erarbeitetes Projekt in Form eines Zahnradmodells. Dabei gilt unseren Jugendlichen großer Respekt und anerkennende Gratulation für ihr authentisches und gelungenes Auftreten: gut vorbereitet und mit dem nötigen Selbstvertrauen ausgestattet, hatten sie eine wirklich gute Botschaft für die vielen aufmerksamen ZuhörerInnen unterschiedlichen Alters!


Zahnräder als Symbol für Kraftübertragung als jahrtausendalte kulturelle Errungenschaft bildeten die Basis als Symbol für wirtschaftliches Treiben aber auch Denkprozesse im Kopf. Die Hände wiederum verweisen auf die humanistische Ebene, in der es immer um Menschen geht, die zum echten Frieden bereit sind, ihre Hände ausstrecken oder sie von anderen ergreifen.

Auf vier Ebenen können Friedensprozesse stattfinden: auf dem kleinen Metallzahnrad (1) durch meine eigene Person: „DER WELDFRIEDE BEGINNT BEI MIR“, (2) durch unseren Staat Österreich als friedensvermittelndes Land, sowie auf dem großen Holzzahnrad (3) durch die Europäische Union als Friedensmodell, das seit ihrer Gründung auf friedvolles Zusammenleben der einzelnen Mitgliedsstaaten in Europa zeigt und schließlich (4) durch die Welt als Gemeinschaft aller Menschen, die ein Menschen-Recht auf Frieden haben! Um nicht gleich vorschnell in einem globalen Friedensbemühen zu scheitern, erweist sich ein Ansatz aus dem jüdischen Talmud als Schlüssel der personalen Verantwortung: „WER EIN MENSCHENLEBEN RETTET, DER RETTET DIE GANZE WELT!“

Wer auch nur einem einzigen Menschen aus seiner Krankheit, Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit, Depression, Sucht, Arbeitslosigkeit… heraushilft, der rettet tatsächlich dessen Welt – und wenn dies viele, also Millionen über Millionen tun, dann verändert sich tatsächlich die ganze Welt! Die ganz kleine Welt in mir kann die ganz große Welt da draußen positiv beeinflussen und umgekehrt! Es liegt an mir!

Bildung schließlich eröffnet dem einzelnen Menschen die Möglichkeit, aus seinem Leben etwas zu machen, wie es unsere vier Lehrlinge tun! Ausbildung und Schulbildung ermöglichen Lebensgestaltung und Erweiterung des eigenen Horizonts für ein besseres Verständnis für sich selbst aber auch für andere Menschen, Kulturen, Sprachen, Länder, Religionen, Mentalitäten, Strukturen… ein wesentlicher Türöffner für den eigenen inneren Frieden (hier gab es zu Recht spontanen Applaus!) und für den sozialen Frieden vor Ort und auf der ganzen Welt!

So bleibt am Ende des Vortrages eine wesentliche Frage für uns alle im Raum stehen: WOFÜR ENTSCHEIDE ICH MICH? (1) Für den Stillstand der Zahnräder, für Resignation? (2) Soll das Große das Kleine, die Welt mich im Positiven bewegen? (3) Oder treibt das Kleine das Große, ich als kleines humanitäres Rädchen die Welt, an?

Den überaus begeisternden und lautstarken Akklamationen des Publikums am Ende des Vortrags kann an dieser Stelle nur noch eine ganz große Anerkennung für unsere vier Lehrlinge Bernd, Jennifer, Lisa, Markus, hinzugefügt werden! Ihr habt den Stand der Lehrlinge in Österreich mehr als würdig vertreten und Euch die Preise (an denen auch noch weitere MitschülerInnen Freude finden dürfen) wahrlich verdient!

Übrigens, am Beginn stand die Idee der komplett leeren Zahnräder als Grundgerüst für die vielen weiteren Impulse, die sich dann im Laufe der Zeit in Diskussions- und Umsetzungsprozessen ergaben.

Hierbei sei dem Initiator, Herbert Preinsperger von der Metallabteilung (Jugend am Werk), als auch den LehrInnen Roland Fischer von der Tischlereiabteilung sowie Alexandra Ritter und Adalbert Fleck aus den Fächern Politische Bildung/Deutsch und Kommunikation und Wilhelm Pfeiffer (Dir. LBS Pinkafeld) für Ihre fachkompetente und wohlwollende Begleitung zu danken!

Für die Zusammenarbeit der Institutionen Jugend am Werk und LBS Pinkafeld,
als auch jener von LehrerInnen und SchülerInnen dankend,
Peter Baumann
Religionslehrer



Fotogalerie